Angesichts der neuesten Panne bei der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2016 für den Abfallwirtschafts-Zweckverband Landkreis Hersfeld-Rotenburg (AZV)  stellt die Fraktion Neue Bürgerliste (NBL) in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung die Kompetenz des Verbandsvorstandes erneut in Frage. „Wir erinnern uns noch alle an die Diskussion um eine „Vorhaltegebühr“ bei Einführung der Biotonne zum 01.Januar 2015, wo die AZV-Vorstandvorsitzende Frau Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (SPD) Geld der Gebührenzahler damit verschwendet hat, dass sie ein Rechtsgutachten zu einer nicht klärungsbedürftigen Frage von einem Frankfurter Anwaltsbüro eingeholt hat,“ weiß NBL-Fraktionsvorsitzender Michael Bock „Nun ist Frau Künholz nicht in der Lage, das ordnungsgemäße Verfahren zur Aufstellung eines Wirtschaftsplanes einzuhalten.“

Derartige Pannen gäbe es beim benachbarten Müllabhol-Zweckverband Rotenburg (MZV) nicht, meint Michael Bock. „Unter der Führung des Verbandsvorsitzenden Hartmut Grünewald arbeitet der MZV wirtschaftlich und innovativ und insbesondere geräuschlos“, so der NBL-Fraktionsvorsitzende weiter.

Uwe Kohlstädt, NBL-Finanzexperte in der AZV-Verbandsversammlung, pflichtet Bock bei: „Wir müssen uns die Frage stellen, ob in einem so kleinen Landkreis wie dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit seinen knapp 120.000 Einwohnern überhaupt zwei Zweckverbände mit ihren Verbandsvorständen, Verbandsversammlungen, Ausschüssen und Verwaltungen für die Abfallentsorgung nötig sind. Das geht alles effektiver und für die Bürgerinnen und Bürger kostengünstiger.“ Die NBL werde gleich nach der Kommunalwahl vom 06.März einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung von Bad Hersfeld, der größten Stadt im Landkreis, stellen, um die Verbände zu vereinigen und so Verwaltungsaufwand und Kosten zu verringern, Synergieeffekte zu nutzen und die Müllabfuhr für die Kunden preisgünstiger zu machen, sind sich Michael Bock und Uwe Kohlstädt einig.